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Juli 2018

24. Juli 2018 – Seminar – Deutsch-israelische Jugendbegegnung in Prora

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Im Rahmen der diesjährigen deutsch-israelischen Jugendbegegnung des Deutschen Jugendherbergswerkes führte das PRORA-ZENTRUM am 24. Juli 2018 in Prora das Seminar „The double history of Prora with Points of view of jewish life in the 20th century“ durch.

Im Mittelpunkt des englisch-sprachigen Seminars standen die Geschichte Proras sowie die Geschichte der jüdischen Eigentümer des Kurhauses Bin in der NS- und DDR-Zeit.

Zunächst machten die TeilnehmerInnen einen geführten Geländerundgang, bei dem ihnen die Entstehungsgeschichte der Anlage Proras als unvollendetes Seebad sowie die anschließende Nutzungsgeschichte als Militärstandort der DDR vermittelt wurden. Anschließend erarbeiteten sich die TeilnehmerInnen in Workshop-Gruppen die Lebensgeschichten der ehemaligen jüdischen Eigentümer des Kurhauses Binz, insbesondere die von Adalbert Bela Kaba-Klein.

Eine sehr engagierte Gruppe erarbeitete sich viele neue historische Inhalte und genoss die Ostsee.

Die deutsch-israelische Gruppe war in der Jugendherberge Prora untergebracht, dort führte das PRORA-ZENTRUM das Seminar durch.

Das Seminar war zugleich der erste gemeinsame Tag der jungen Männer und Frauen im Rahmen der Jugendbegegnung. Mit großem Engagement und viel Ausdauer beschäftigten sich die TeilnehmerInnen mit den für sie neuen historischen Themen.

8. Juni 2018 – Exkursion nach Putbus – Die Napola der NS-Zeit

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Am 8. Juni 2018 unternahm das PRORA-ZENTRUM mit dem Geschichtskurs des Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasiums, Bergen, eine Exkursion nach Putbus. Hier entstand im Jahr 1941 im ehemaligen Pädagogium am Circus eine Napola, eine Nationalpolitische Erziehungsanstalt des NS-Staates. Es handelte sich um eine Eliteschule für den Nachwuchs der NSDAP. Gute schulische Leistungen aber vor allem sportliche Fähigkeiten und Verinnerlichung der NS-Ideologie waren die Grundvoraussetzung, die die so genannten „Jungmannen“ als Voraussetzung mitbringen mussten.

Die ehemalige Napola in Putbus ist noch heute in ihrer ursprünglichen Form erhalten.

Bei der Exkursion erfuhren die TeilnehmerInnen des Geschichtskurses viele Details über die ehemalige Napola in Putbus.

3. Juni 2018 – Ausstellungseröffnung „Das hat’s bei uns nicht gegeben – Antisemitismus in der DDR“

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Am Sonntag, dem  3. Juni 2018, eröffnete das PRORA-ZENTRUM die Ausstellung der Amadeu Antonio Stiftung, die sich mit dem Antisemitismus in der DDR befasst.  Bis heute ist „Antisemitismus“ ein aktuelles Thema in Deutschland. Die Präsentation dokumentiert, dass es auch in der DDR, im Gegensatz zum Mythos vom Antifaschismus, Antisemitismus von staatlicher Seite gab. Er galt als Nebenprodukt des Kapitalismus.

Zu Beginn die Einführung zur Ausstellung durch Susanna Misgajski.

Susanna Misgajski, Leiterin des PRORA-ZENTRUMs, bei der Einführung zur Ausstellungseröffnung. Den einführenden Vortrag hielt Prof. Heike Radvan (v.l.n.r.).

 

 

 

 

 

 

 

 

Mit dem Aufbau des Sozialismus und der Entscheidung gegen das Privateigentum an Produktionsmitteln galten Kapitalismus und auch der Antisemitismus als verschwunden. Eine konkrete Auseinandersetzung fand nicht statt, sodass Formen von Antisemitismus, z.B. das Stereotyp des jüdischen Kapitalisten, auf verschiedene Weise überdauerten.

Die Referentin, Prof. Heike Radvan von der Universität Cottbus, gab bei der Eröffnung einen umfassenden Einblick in die Entstehung der Ausstellung, für die Jugendliche aus acht ostdeutschen Städten mit Unterstützung von Fachkräften recherchiert hatten.

Die Präsentation ist noch bis zum 5. September 2018 im PRORA-ZENTRUM zu sehen.