8.11.2019 – 80ster Jahrestag des Georg Elser Attentats

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Heute vor 80 Jahren versuchte Georg Elser, Hitler und die NS-Führung durch ein Attentat im Münchener Bürgerbräukeller zu beseitigen. Da Hitler wenige Minuten vor der Explosion den Versammlungssaal verließ, entging er dem Anschlag. Georg Elser wurde 5 Jahre in völliger Isolation im KZ Sachsenhausen festgehalten und am 9. April 1945, wenige Wochen vor Kriegsende, im KZ Dachau erschossen.

Die Wanderausstellung der Gedenkstätte Deutscher Widerstand „Ich habe den Krieg verhindern wollen“ informiert ausführlich über Georg Elsers Leben und das Attentat auf Hitler. Sie kann derzeit bei uns im PRORA-ZENTRUM besichtigt werden. Aufgrund der hohen Nachfrage wurde die Ausstellungsdauer bis zum 4.12.2019 verlängert.  Weiteres zu Georg Elser unter: www.georg-elser.de

5.11./6.11.2019 – DDR-Projekttage Ernst-Moritz-Arndt Gymnasium Bergen 2019

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Im Rahmen des diesjährigen Jubiläums zu 30 Jahre friedlicher Revolution, veranstaltete das Ernst-Moritz-Arndt Gymnasium Bergen in Kooperation mit TEO – Tage Ethischer Orientierung und dem PRORA-ZENTRUM bereits zum 11ten Mal am 5. und 6. November die DDR-Projekttage.

Während dieser beiden Tage konnten die SchülerInnen des 12. Jahrgangs des EMA-Gymnasiums in verschiedenen Workshops mit Hilfe von Materialien und Zeitzeugengesprächen unterschiedliche thematische Bereiche der DDR näher kennen lernen. Die Themen reichten vom Alltagsleben, dem Sportangebot oder den BRD-Klassenfahrten in die DDR, über eine historische Unterrichtsstunde, bis zum Einsatz der Bausoldaten/Waffendienstverweigerer, den Mauerschützenprozessen sowie der friedlichen Revolution. Die SchülerInnen erhielten durch diese intensive Auseinandersetzung jenseits des üblichen Unterrichts einen ganz anderen Zugang, der zu kritischem und reflektierten Umgang mit der Geschichte der DDR angeregte.

28.10. – 7.11.2019 Aktionswoche gegen Antisemitismus 2019

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Wie jedes Jahr um den 9. November veranstaltet das PRORA-ZENTRUM anlässlich der Aktionswochen gegen Antisemitismus der Amadeu Antonio Stiftung zusammen mit dem Ernst-Moritz-Arndt Gymnasium Bergen historische Rundgänge zum Thema Antisemitismus, jüdisches Leben und die Auswirkungen des NS-Staates in Bergen auf Rügen. Zum 80ten Jahrestags des Beginns des Zweiten Weltkriegs und den aktuelle Ereignissen, sollen die SchülerInnen auf die Ausgrenzung jüdischer Bürger zur NS-Zeit hingewiesen werden, die sich mit dem Beginn des Krieges drastisch verschlechterte und am Ende mit der Ermordung von 6 Millionen Juden endete. Insgesamt führte das PRORA-ZENTRUM 6 selbst erarbeitete Rundgänge mit den 10ten Klassen im Zeitraum vom 28.10. bis zum 7.11.2019 durch.

SchülerInnen des EMA-Gymnasiums Bergen und die Leiterin des PRORA-ZENTRUMs Frau Susanna Misgajski während der Rundgänge zum jüdischen Leben auf Bergen zur Zeit des Nationalsozialismus

21. -25.10.2019 – NS-Projektwoche an der Regionalen Schule in Binz

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Als außerschulischer Partner führte das PRORA-ZENTRUM Ende Oktober die jährlichen NS-Projekttage mit dem 10. Jahrgang der Regionalen Schule in Binz durch. Den Einstieg in die Projekttage bot die Geschichte Proras. Der heutige Ortsteil von Binz wurde als „KdF (Kraft durch Freude)-Seebad Rügen“ von den Nationalsozialisten für die so genannte „Deutsche Volksgemeinschaft“ gebaut. Anschließend beschäftigten sich alle 27 SchülerInnen drei Tage lang in sechs Arbeitsgruppen intensiv mit Quellen, Texten und Bildmaterialien, die ihnen das PRORA-ZENTRUM zur Verfügung gestellt hatte. Egal ob es um die Jugend, den Sport oder die „KdF“-Urlaubsreisen im NS-Staat ging, immer wurde bei diesen Themen auch die Seite der aus der NS-Gesellschaft Ausgegrenzten betrachtet. Bei den folgenden Themen, der NS-Rassenideologie, der NS-Gesundheitspolitik und der NS-Zwangsarbeit wurden die Schicksale der Menschen betrachtet, die im nationalsozialistischen Staat verfolgt, entrechtet und ermordet wurden. Mit einer Plakatpräsentation und einem Kurzvortrag jeder Arbeitsgruppe für die MitschülerInnen sowie eine kleine Gruppe aus den 9. Klassen der Schule endet dieser erste Teil der Projektwoche. Am vierten Tag lernten die ProjektteilnehmerInnen die Gedenkstätte Ravensbrück kennen und konnten dort ihr erworbenes Wissen anwenden sowie viel Neues über das ehemalige Konzentrationslager, die Opfer und die Täter erfahren. Mit einer Auswertung des gesamten Projekts und der Romanverfilmung „Der Junge im gestreiften Pyjama“ im Haus des Gastes in Binz endete die Projektwoche.

Die SchülerInnen der Regionalen Schule in Binz während ihrer Arbeit in den Gruppen.


Die Ergebnisse der NS-Projektwoche wurden in der Aula ausgehängt.

1.11.2019 – geänderte Öffnungszeiten

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Liebe BesucherInnen,

ab dem 1. November ändert das PRORA-ZENTRUM seine Öffnungszeiten:

Wir haben Mo – Fr von 10.00 – 16.00 Uhr für Sie geöffnet.

Die öffentlichen Rundgänge finden ebenfalls vom 1. November 2019 bis zum 30. April 2020 nicht mehr statt. Jedoch bieten wir die Rundgänge nach vorheriger Terminabsprache ab einer Gruppengröße von 6 Personen weiterhin gerne für Sie an.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

4.10.2019 – Wanderung zur NS- und DDR-Geschichte Proras im Rahmen des Aktivherbst Rügen 20

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Am 4.10.2019 beteiligte sich das PRORA-ZENTRUM, wie bereits in den Jahren zuvor, am „Aktivherbst Rügen“. Bei bestem Wetter fand die geführte historische Wanderung zur NS- und DDR-Geschichte des Ortes Prora mit über 40 TeilnehmerInnen statt. Innerhalb des dreistündigen Rundgangs konnte die nördliche Hälfte der heute noch 4,5 Kilometer langen Anlage erkundet werden. Der Weg erstreckte sich von den nördlichen Ausläufern der Ruinen von Block 7 bis zum Otto Winzer Denkmal bei Block 4. Dabei erhielten die TeilnehmerInnen Einblicke in die Entstehungsgeschichte und die ideologischen Absichten des „KdF-Seebades Rügens“, den Ausbau und die Nutzung zu DDR-Zeiten als NVA-Kaserne sowie einen Ausblick auf die heutige aktuelle Entwicklung.

20./21.08.2019 – „Demokratie lernen – Diktaturen verstehen am Beispiel Prora“

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Am 20. und 21. August 2019 führte das PRORA-ZENTRUM im Rahmen des Kooperationsprojekts „Demokratie lernen – Diktaturen verstehen am Beispiel Prora“ der Jugendherberge Prora einen zweitägigen Workshop mit den SchülerInnen der 9. Klasse des Lessing Gymnasiums Neubrandenburg durch. Dabei sollten historische Inhalte zum Thema Demokratie und Diktatur anhand der Geschichte des Ortes Prora erarbeitet und vermittelt werden. Am ersten Tag stand das von den Nationalsozialisten geplante „KdF-Seebad Rügen“ und seine Bedeutung für die „NS-Volksgemeinschaft“ im Mittelpunkt. Der zweite Tag drehte sich um die Geschichte Proras als Militärstandort in der DDR-Zeit und die Geschichte der Waffendienstverweigerer (Bausoldaten) der NVA. Die jeweils für den Ort Prora spezifischen historischen Inhalte wurden in den gesamtgesellschaftlichen und gesamthistorischen Kontext der jeweiligen Zeit gesetzt. Ziel des Workshops war es, neben der Vermittlung des historischen Wissens, die übergreifenden Strukturen und Merkmale von Diktaturen zu erarbeiten und anhand dessen die Funktionen und Merkmale der Demokratie abzuleiten.

Abschlusssitzung des Workshops


Ergebnisse des Demokratieprojekts

4.11.2019 – Aktivherst auf Rügen – Wanderung zur NS- und DDR-Geschichte Proras

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Liebe BesucherInnen,

im Rahmen des Aktivherbstes 2019 bietet das PRORA-ZENTRUM am Freitag, dem 4.10.2019, um 11.00 Uhr erneut eine geführte Wanderung zur NS- und DDR-Geschichte Proras an. Die ca. 3-stündige Wanderung erstreckt sich über den gesamten Nordflügel Proras, von den Ruinenblöcken bis Block IV und nimmt ebenfalls Bezug auf die aktuellen Entwicklungen. Treffpunkt ist im PRORA-ZENTRUM, Parkplätze stehen zur Verfügung. Wir bitten um wetterfeste Kleidung und feste Schuhe.

Der Rundgang findet kostenlos statt.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

03.09.2019 – Schülergespräch in der Ausstellung „Ich habe den Krieg verhindern wollen – Georg Elser und das Attentat vom 08. November 1939“

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Am Sonntag, dem 1.09.2019, eröffnete das PRORA-ZENTRUM die Sonderausstellung „Ich habe den Krieg verhindern wollen – Georg Elser und das Attentat vom 08. November 1939“ der Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Berlin. Mit der Eröffnung dieser Ausstellung erinnert das PRORA-ZENTRUM, anlässlich des 80sten Jahrestages des Attentatsversuchs von Georg Elser auf Adolf Hitler, an einen von zahlreichen Versuchen deutscher Widerstandskämpfer, die nationalsozialistische Herrschaft zu beenden.

Nach der Begrüßung durch Philipp Bayerschmidt, wissenschaftlicher Mitarbeiter des PRORA-ZENTRUMS, folgte ein Grußwort der 1. Vorsitzenden des PRORA-ZENTRUMS e.V., Kerstin Kassner, MdB. Im Anschluss führte Joachim Ziller, von der Georg-Elser-Gedenkstätte, Königsbronn, mit einem Vortrag inhaltlich in die Ausstellung ein. Dabei wies er insbesondere auf die Alleintäterschaft Elsers und auf die Schwierigkeiten in der Aufarbeitung und die mangelnde Anerkennung bis in die 1990er Jahre hin. Im Anschluss gab er für alle Interessierten einen kurzen Rundgang durch die Ausstellung.

Besonders erfreulich war, dass Herr Ziller die Zeit fand, am Mittwoch, dem 03.09.2019, SchülerInnen des Wahlpflichtkurses von Herrn Dirk Hacker der 9. und 10. Klassen vom Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium in Bergen durch die Ausstellung zu begleiten und ihnen die Geschichte von Georg Elser, der heute als einer der konsequentesten Gegner der NS-Diktatur gilt, näher bringen konnte.

Die Wanderausstellung zeigt die politisch-moralische Motivation Elsers und seinen aktiven Widerstand gegen den Nationalsozialismus. Dabei werden sein Leben, die Hintergründe zum Bombenanschlag sowie die anschließenden Vernehmungen durch die Gestapo behandelt.

Die Exposition wird vom 02.09. bis zum 27.11.2019 täglich von 10.00 bis 18.00 Uhr gezeigt. Ab November Mo. – Fr. von 10.00 bis 16.00 Uhr.
Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Joachim Ziller, Georg-Elser Gedenkstätte, Königsbronn


v.l.: Joachim Ziller; Kerstin Kassner; Philipp Bayerschmidt


SchülerInnen des Ernst-Moritz-Arndt Gymnasiums Bergen während des Rundgangs