06.12.2019 – Sonderausstellung: „Der Kalte Krieg. Ursachen – Geschichte – Folgen“

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Seit dem 06.12.2019 können BesucherInnen die neue Sonderausstellung: „Der Kalte Krieg. Ursachen – Geschichte – Folgen“ des Berliner Kollegs Kalter Krieg und der Bundesstiftung Aufarbeitung der SED-Diktatur besuchen.
Die Ausstellung zeigt über 160 zeithistorische Fotos und Dokumente. Zusätzlich sind QR-Codes integriert, die zu Filmdokumenten im Internet verlinken. Mit diesen Materialien wird die Ausstellung zu einem Panorama des Kalten Krieges, der als globale Systemkonkurrenz die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts prägte.
Die Sonderausstellung kann ab sofort bis März 2020 im PRORA-ZENTRUM besichtigt werden.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

 

23.11.2019 – Studierende der Universität Greifswald zu Besuch in Prora

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Bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr waren Lehramtsstudierende der Universität Greifswald in Prora zu Besuch. Im Rahmen des Blockseminars der Didaktik der Geschichte „Bausoldaten als Zeitzeugen der DDR-Geschichte“, das unter der Leitung von Bernd Körte-Braun in Kooperation mit dem PRORA-ZENTRUM nun schon zum vierten Mal stattfindet, erfolgte am Samstag, dem 23.11.2019, eine Exkursion nach Prora. Nach einer Einführung zum Thema Oral-History und dem Bausoldatendienst in der DDR, die bereits am Freitag in Greifswald stattfand, ging es am Samstag zunächst in einem historischen Rundgang auf dem Außengelände um die Entstehungsgeschichte der Anlage Prora zur NS-Zeiten. Anschließend beschäftigten sich die Studierenden intensiv mit lebensgeschichtlichen Interviews ehemaliger Bausoldaten und eines Vorgesetzten, die in Prora stationiert waren. Diese Interviews entstanden im Rahmen von mehreren Forschungsprojekten des PRORA-ZENTRUMs.
Das PRORA-ZENTRUM wird den zweiten Teil des Seminars Anfang 2020 in Greifswald ebenfalls mit betreuen.

Susanna Misgajski führt die Studierenden durch die Bausoldatenausstellung des PRORA-ZENTRUMs

19.11.2019 – Spurensuche zur Geschichte Proras

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Am Dienstag, dem 19.11.2019, führte das PRORA-ZENTRUM mit dem Wahlpflichtkurs des Ernst-Moritz-Arndt Gymnasiums von Herrn Dirk Hacker erneut das pädagogische Programm der „Spurensuche zur NS-Zeit in Prora“ durch. Mithilfe von Quellen, Texten und Bildmaterialien machten sich die SchülerInnen in Kleingruppen auf dem Außengelände des ehemaligen KdF-Seebad Rügens auf Entdeckungstour. Die dabei behandelten Themenbereiche der NS-Zeit wurden anschließend in einem kurzen Vortrag der gesamten Gruppe vorgestellt und anschließend diskutiert.

Bearbeitung der Themen zur Spurensuche in Prora

21.11.2019 – Stellungnahme des PRORA-ZENTRUM e.V. zum Treffen des rechten Flügels der AfD im Arkona-Hotel in Binz, am 23.11.2019

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Der Verein PRORA-ZENTRUM e.V. unterstützt das Bündnis „Rügen für alle – Gemeinsam gegen rechts“, das sich gegen das Treffen des rechtsextremen „Flügels“ der AfD am 23. November 2019 im Binzer „Arkona“-Hotel wendet.
Eingeladen von den AfD-Landtagsabgeordneten (Mecklenburg-Vorpommern) und Vertretern des „rechten Flügels“ der AfD, Enrico Komning und Prof. Dr. Ralph Weber, werden bei dieser Veranstaltung Björn Höcke und Andreas Kalbitz sprechen. Kalbitz hat eine Vergangenheit in rechtsextremen Kreisen vorzuweisen. Der „rechte Flügel“ der AfD wird seit Januar 2019 vom Verfassungsschutz als „Verdachtsfall“ für rechtsextreme Bestrebungen eingestuft.
Höcke, der bisher mehrfach seine rassistische und rechtsextreme Gesinnung offen ausgesprochen hat, darf, wie vom Verwaltungsgericht in Meinigen bestätigt, seit Januar 2019 „Faschist“ genannt werden. Seine antisemitische Haltung tat Höcke schon am 26.09.2015 kund, als er sagte: „Christentum und Judentum stellen einen Antagonismus [Widerspruch] dar. Darum kann ich mit dem Begriff des christlich-jüdischen Abendlandes nichts anfangen.“
Seine Aussagen vom 17.01.2017 in Dresden stießen selbst innerhalb der AfD auf Widerstand. Bezogen auf das Holocaust-Denkmal, das „Denkmal für die ermordeten Juden Europas“, in Berlin formulierte Höcke: „Wir Deutschen, also unser Volk, sind das einzige Volk der Welt, das sich ein Denkmal der Schande in das Herz seiner Hauptstadt gepflanzt hat.“ Und weiter: „Und diese dämliche Bewältigungspolitik, die lähmt uns heute noch viel mehr […]. Wir brauchen nichts anderes als eine erinnerungspolitische Wende um 180 Grad“. Diese Aussage wird im Übrigen vom einladenden AfD-Abgeordneten des Schweriner Landtages, Weber, ebenfalls unterstützt (siehe: OZ, 27.04.2017).
Das PRORA-ZENTRUM stellt sich entschieden gegen derartige Aussagen. Wer ein Denkmal, das an die vom NS-Staat etwa sechs Millionen ermordeten Juden Europas erinnert, als ein „Denkmal der Schande“ bezeichnet, der versucht die NS-Verbrechen zu relativieren. Wer zudem noch von einer „dämlichen Bewältigungspolitik“ redet, verhöhnt die Auseinandersetzung mit der Diktaturgeschichte des 20. Jahrhunderts in Deutschland.
Das Treffen des „rechten Flügels“ der AfD im „Arkona“-Hotel in Binz schadet dem Ansehen der Insel Rügen und der Region.

Susanna Misgajski (Leitung und Geschäftsführung)
auch im Namen des Vorstandes

8.11.2019 – 80ster Jahrestag des Georg Elser Attentats

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Heute vor 80 Jahren versuchte Georg Elser, Hitler und die NS-Führung durch ein Attentat im Münchener Bürgerbräukeller zu beseitigen. Da Hitler wenige Minuten vor der Explosion den Versammlungssaal verließ, entging er dem Anschlag. Georg Elser wurde 5 Jahre in völliger Isolation im KZ Sachsenhausen festgehalten und am 9. April 1945, wenige Wochen vor Kriegsende, im KZ Dachau erschossen.

Die Wanderausstellung der Gedenkstätte Deutscher Widerstand „Ich habe den Krieg verhindern wollen“ informiert ausführlich über Georg Elsers Leben und das Attentat auf Hitler. Sie kann derzeit bei uns im PRORA-ZENTRUM besichtigt werden. Aufgrund der hohen Nachfrage wurde die Ausstellungsdauer bis zum 4.12.2019 verlängert.  Weiteres zu Georg Elser unter: www.georg-elser.de

5.11./6.11.2019 – DDR-Projekttage Ernst-Moritz-Arndt Gymnasium Bergen 2019

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Im Rahmen des diesjährigen Jubiläums zu 30 Jahre friedlicher Revolution, veranstaltete das Ernst-Moritz-Arndt Gymnasium Bergen in Kooperation mit TEO – Tage Ethischer Orientierung und dem PRORA-ZENTRUM bereits zum 11ten Mal am 5. und 6. November die DDR-Projekttage.

Während dieser beiden Tage konnten die SchülerInnen des 12. Jahrgangs des EMA-Gymnasiums in verschiedenen Workshops mit Hilfe von Materialien und Zeitzeugengesprächen unterschiedliche thematische Bereiche der DDR näher kennen lernen. Die Themen reichten vom Alltagsleben, dem Sportangebot oder den BRD-Klassenfahrten in die DDR, über eine historische Unterrichtsstunde, bis zum Einsatz der Bausoldaten/Waffendienstverweigerer, den Mauerschützenprozessen sowie der friedlichen Revolution. Die SchülerInnen erhielten durch diese intensive Auseinandersetzung jenseits des üblichen Unterrichts einen ganz anderen Zugang, der zu kritischem und reflektierten Umgang mit der Geschichte der DDR angeregte.

28.10. – 7.11.2019 Aktionswoche gegen Antisemitismus 2019

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Wie jedes Jahr um den 9. November veranstaltet das PRORA-ZENTRUM anlässlich der Aktionswochen gegen Antisemitismus der Amadeu Antonio Stiftung zusammen mit dem Ernst-Moritz-Arndt Gymnasium Bergen historische Rundgänge zum Thema Antisemitismus, jüdisches Leben und die Auswirkungen des NS-Staates in Bergen auf Rügen. Zum 80ten Jahrestags des Beginns des Zweiten Weltkriegs und den aktuelle Ereignissen, sollen die SchülerInnen auf die Ausgrenzung jüdischer Bürger zur NS-Zeit hingewiesen werden, die sich mit dem Beginn des Krieges drastisch verschlechterte und am Ende mit der Ermordung von 6 Millionen Juden endete. Insgesamt führte das PRORA-ZENTRUM 6 selbst erarbeitete Rundgänge mit den 10ten Klassen im Zeitraum vom 28.10. bis zum 7.11.2019 durch.

SchülerInnen des EMA-Gymnasiums Bergen und die Leiterin des PRORA-ZENTRUMs Frau Susanna Misgajski während der Rundgänge zum jüdischen Leben auf Bergen zur Zeit des Nationalsozialismus

21. -25.10.2019 – NS-Projektwoche an der Regionalen Schule in Binz

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Als außerschulischer Partner führte das PRORA-ZENTRUM Ende Oktober die jährlichen NS-Projekttage mit dem 10. Jahrgang der Regionalen Schule in Binz durch. Den Einstieg in die Projekttage bot die Geschichte Proras. Der heutige Ortsteil von Binz wurde als „KdF (Kraft durch Freude)-Seebad Rügen“ von den Nationalsozialisten für die so genannte „Deutsche Volksgemeinschaft“ gebaut. Anschließend beschäftigten sich alle 27 SchülerInnen drei Tage lang in sechs Arbeitsgruppen intensiv mit Quellen, Texten und Bildmaterialien, die ihnen das PRORA-ZENTRUM zur Verfügung gestellt hatte. Egal ob es um die Jugend, den Sport oder die „KdF“-Urlaubsreisen im NS-Staat ging, immer wurde bei diesen Themen auch die Seite der aus der NS-Gesellschaft Ausgegrenzten betrachtet. Bei den folgenden Themen, der NS-Rassenideologie, der NS-Gesundheitspolitik und der NS-Zwangsarbeit wurden die Schicksale der Menschen betrachtet, die im nationalsozialistischen Staat verfolgt, entrechtet und ermordet wurden. Mit einer Plakatpräsentation und einem Kurzvortrag jeder Arbeitsgruppe für die MitschülerInnen sowie eine kleine Gruppe aus den 9. Klassen der Schule endet dieser erste Teil der Projektwoche. Am vierten Tag lernten die ProjektteilnehmerInnen die Gedenkstätte Ravensbrück kennen und konnten dort ihr erworbenes Wissen anwenden sowie viel Neues über das ehemalige Konzentrationslager, die Opfer und die Täter erfahren. Mit einer Auswertung des gesamten Projekts und der Romanverfilmung „Der Junge im gestreiften Pyjama“ im Haus des Gastes in Binz endete die Projektwoche.

Die SchülerInnen der Regionalen Schule in Binz während ihrer Arbeit in den Gruppen.


Die Ergebnisse der NS-Projektwoche wurden in der Aula ausgehängt.

1.11.2019 – geänderte Öffnungszeiten

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Liebe BesucherInnen,

ab dem 1. November ändert das PRORA-ZENTRUM seine Öffnungszeiten:

Wir haben Mo – Fr von 10.00 – 16.00 Uhr für Sie geöffnet.

Die öffentlichen Rundgänge finden ebenfalls vom 1. November 2019 bis zum 30. April 2020 nicht mehr statt. Jedoch bieten wir die Rundgänge nach vorheriger Terminabsprache ab einer Gruppengröße von 6 Personen weiterhin gerne für Sie an.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

4.10.2019 – Wanderung zur NS- und DDR-Geschichte Proras im Rahmen des Aktivherbst Rügen 20

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Am 4.10.2019 beteiligte sich das PRORA-ZENTRUM, wie bereits in den Jahren zuvor, am „Aktivherbst Rügen“. Bei bestem Wetter fand die geführte historische Wanderung zur NS- und DDR-Geschichte des Ortes Prora mit über 40 TeilnehmerInnen statt. Innerhalb des dreistündigen Rundgangs konnte die nördliche Hälfte der heute noch 4,5 Kilometer langen Anlage erkundet werden. Der Weg erstreckte sich von den nördlichen Ausläufern der Ruinen von Block 7 bis zum Otto Winzer Denkmal bei Block 4. Dabei erhielten die TeilnehmerInnen Einblicke in die Entstehungsgeschichte und die ideologischen Absichten des „KdF-Seebades Rügens“, den Ausbau und die Nutzung zu DDR-Zeiten als NVA-Kaserne sowie einen Ausblick auf die heutige aktuelle Entwicklung.