8. Juni 2018 – Exkursion nach Putbus – Die Napola der NS-Zeit

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Am 8. Juni 2018 unternahm das PRORA-ZENTRUM mit dem Geschichtskurs des Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasiums, Bergen, eine Exkursion nach Putbus. Hier entstand im Jahr 1941 im ehemaligen Pädagogium am Circus eine Napola, eine Nationalpolitische Erziehungsanstalt des NS-Staates. Es handelte sich um eine Eliteschule für den Nachwuchs der NSDAP. Gute schulische Leistungen aber vor allem sportliche Fähigkeiten und Verinnerlichung der NS-Ideologie waren die Grundvoraussetzung, die die so genannten „Jungmannen“ als Voraussetzung mitbringen mussten.

Die ehemalige Napola in Putbus ist noch heute in ihrer ursprünglichen Form erhalten.

Bei der Exkursion erfuhren die TeilnehmerInnen des Geschichtskurses viele Details über die ehemalige Napola in Putbus.

3. Juni 2018 – Ausstellungseröffnung „Das hat’s bei uns nicht gegeben – Antisemitismus in der DDR“

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Am Sonntag, dem  3. Juni 2018, eröffnete das PRORA-ZENTRUM die Ausstellung der Amadeu Antonio Stiftung, die sich mit dem Antisemitismus in der DDR befasst.  Bis heute ist „Antisemitismus“ ein aktuelles Thema in Deutschland. Die Präsentation dokumentiert, dass es auch in der DDR, im Gegensatz zum Mythos vom Antifaschismus, Antisemitismus von staatlicher Seite gab. Er galt als Nebenprodukt des Kapitalismus.

Zu Beginn die Einführung zur Ausstellung durch Susanna Misgajski.

Susanna Misgajski, Leiterin des PRORA-ZENTRUMs, bei der Einführung zur Ausstellungseröffnung. Den einführenden Vortrag hielt Prof. Heike Radvan (v.l.n.r.).

 

 

 

 

 

 

 

 

Mit dem Aufbau des Sozialismus und der Entscheidung gegen das Privateigentum an Produktionsmitteln galten Kapitalismus und auch der Antisemitismus als verschwunden. Eine konkrete Auseinandersetzung fand nicht statt, sodass Formen von Antisemitismus, z.B. das Stereotyp des jüdischen Kapitalisten, auf verschiedene Weise überdauerten.

Die Referentin, Prof. Heike Radvan von der Universität Cottbus, gab bei der Eröffnung einen umfassenden Einblick in die Entstehung der Ausstellung, für die Jugendliche aus acht ostdeutschen Städten mit Unterstützung von Fachkräften recherchiert hatten.

Die Präsentation ist noch bis zum 5. September 2018 im PRORA-ZENTRUM zu sehen.

DDR-Projekttage mit der Regionalen Schule Binz

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Vom 23. – 27. April 2018 fanden in Kooperation mit dem PRORA-ZENTRUM an der Regionalen Schule in Binz die DDR-Projekttage mit dem 10. Jahrgang statt.

Nach einem gemeinsamen Einstieg am ersten Projekttag arbeiteten die SchülerInnen in sechs vom PRORA-ZENTRUM vorbereiteten Workshops zu unterschiedlichen Themen der DDR-Geschichte: „Jugend und Musik“, Alltag in der DDR“, „Mauerbau und Flucht“, „Sport in der DDR“, „die Stasi“ sowie „NVA und Bausoldaten“. Ergänzend hatte eine siebte Gruppe die Aufgabe, in einem der Klassenräume ein kleines DDR-Museum zu gestalten, zu dem die meisten SchülerInnen des Jahrgangs aus ihren Familien etwas beigesteuert hatten. Die Sammlung umfasste u.a. Koch- und Kinderbücher, Schallplatten und Musikkassetten, Utensilien der FDJ, Schul- und Ausbildungszeugnisse, Wimpel, unterschiedlichste Anstecker und Auszeichnungen, einen Stadtplan von Ostberlin sowie den Bestellschein für einen Trabi.

Am vierten Projekttag folgte dann zunächst für jede Projektgruppe ein geführter Museumsbesuch und im Anschluss die Präsentation der Workshopergebnisse im Plenum. Die Wahl der Präsentationsform stand den SchülerInnen frei, sodass es neben den klassischen Plakat- und PowerPoint-Präsentationen auch eine gestaltete Pinwand und ein selbst gedrehtes Video gab.

Der letzte Projekttag fand im Binzer Haus des Gastes statt, wo sich alle ProjektteilnehmerInnen als gemeinsamen Abschluss den Film „Good bye Lenin!“ anschauten.

Oster-Öffnungszeiten

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Die Ausstellung des PRORA-ZENTRUMs ist über Ostern geöffnet:

Karfreitag (30.03.18) 10 – 16 Uhr

Ostersamstag (31.03.18) 10 – 16 Uhr

Ostersonntag (01.04.18) 10 – 16 Uhr

Ostermontag (02.04.18) 10 – 16 Uhr

Wir wünschen Ihnen allen schöne Ostertage und freuen uns auf Ihren Besuch!

Ausstellungseröffnung „Prora: Ein Ort in Transformation“

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Einführung von Daniel Heppe zur Idee und Konzeption seiner Fotoausstellung.

Am Samstag, den 17.03.2018, eröffnete das PRORA-ZENTRUM die neue Sonderausstellung „Prora: Ein Ort in Transformation“ von Daniel Heppe. Der Medienwissenschaftler hat seit 2013 den Wandlungsprozess der Prora-Blöcke mit seiner Fotokamera begleitet. Zahlreiche Gäste nahmen an der Eröffnung teil, die Ausstellung ist bis zum 31.05.2018 im PRORA-ZENTRUM zu sehen.

25. Januar 2018 – Studientag von Greifswalder LehramtsstudentInnen beim PRORA-ZENTRUM

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Im Rahmen einer engen Zusammenarbeit zwischen dem Arbeitsbereich Fachdidaktik des Historischen Instituts der Universität Greifswald, Dr. Buchsteiner, und dem PRORA-ZENTRUM, Frau Misgajski, befassten sich etwa 15 LehramtsstudentInnen im Wintersemester 2017/18 mit einem besonderen Bereich der Geschichtsdidaktik, der Alterität. Die StudentInnen erarbeiteten zum Themenkomplex Prora im Nationalsozialismus Unterrichtsbeispiele, bei denen SchülerInnen anhand der ausgewählten Quellen durch eigene Erfahrungshorizonte, Fremderfahrungen und Selbstreflektion zu erkenntnisbringenden Ergebnissen bezüglich der Geschichte Proras hingeführt werden sollten.

Hier ging es um das Thema Urlaub im Nationalsozialismus.

SchülerInnen des Schulzentrums am Sund beschäftigten sich hier mit dem Thema Urlaub im NS-Staat.

Die Erprobung dieser Unterrichtsvorbereitungen fand am 25. Januar 2018 in der Jugendherberge in Prora statt. Herr Wendler, Lehrer am Schulzentrum am Sund in Stralsund, hatte sich bereit erklärt, mit seiner 8. Klasse zu diesem von den StudentInnen erarbeiteten Unterrichtstag zu kommen. Der Studientag konnte erfolgreich für alle Beteiligten abgeschlossen werden. Für die StudentInnen bestand bei dieser praktischen Erprobung eines geschichtsdidaktischen Ansatzes die Möglichkeit, konkrete praktische Erfahrungen für ihren späteren Beruf als LehrerInnen zu sammeln.

23. Januar 2018 – Pressekonferenz zur Vorstellung der Machbarkeitsstudie für den Betrieb einer Bildungs- und Dokumentationsstätte in Prora

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Zur Pressekonferenz hatte der Dachverband „Bildungs- und Dokumentationszentrum Prora“ e.V. eingeladen. In diesem neu gegründeten Verein haben sich die Vorstandsvorsitzenden der beiden Einrichtungen PRORA-ZENTRUM e. V. und Dokumentationszentrum Prora e.V. (Kerstin Kassner, MdB, und Uwe Neumärker, Direktor der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas) unter der neuen Vorsitzenden des Dachverbandes, Sonja Steffen (MdB), zusammengeschlossen. Die Leitungen der beiden Einrichtungen sind als Mitglieder in diesem Verein vertreten.

Die betriebswirtschaftliche Machbarkeitsstudie ist das erste Projekt des Dachvereins, diese wurde vom Land Mecklenburg-Vorpommern gefördert. Kernaussage der Studie ist, dass sich das zukünftige Bildungs- und Dokumentationszentrum Prora zur Geschichte Proras im 20. Jahrhundert betriebswirtschaftlich betreiben lässt.

Zusammenfassend erklärt die Studie: „Die Planung, ein neues Bildungs- und Dokumentationszentrum in Prora einzurichten, findet zur richtigen Zeit statt. Die Anlage ist im Umbruch, zum Teil als Ferienanlage saniert, scheint sie ihrer ursprünglichen Bestimmung näher denn je zu kommen. Umso wichtiger, den Ort mit seiner Vergangenheit und Geschichte vor allem jüngeren Generationen zu vermitteln und dessen historische Bedeutung zu erklären.“

19. Januar 2018 – Gedenken an ehemalige jüdische Kurhausbesitzer in Binz

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Am 19. Januar 2018 führte das PRORA-ZENTRUM in Kooperation mit dem Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium in Bergen auf Rügen ein Projekt zum Gedenken an die ehemaligen jüdischen Kurhausbesitzer in Binz durch. Dieses Gedenken fand im Zusammenhang mit dem 27. Januar, dem Tag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz durch sowjetische Truppen im Jahr 1945, statt. Der 27. Januar ist heute der nationale Gedenktag für alle Opfer des Nationalsozialismus.

Rosen zum Gedenken an den Binzer "Stolpersteinen" am Kurhaus

Im Rahmen des Gedenktages an die Opfer des Nationalsozialismus legten SchülerInnen des Gymnasiums Bergen am 19. Januar 2018 bei den „Stolpersteinen“ vor dem Kurhaus Binz Rosen ab.

Die ProjektteilnehmerInnen (9. Jg.) fuhren mit dem Zug nach Binz. Zunächst versammelte sich die Gruppe auf der Strandpromenade bei den „Stolpersteinen“, die das PRORA-ZENTRUM zusammen mit der evangelischen Kirchengemeinde Binz, der jüdischen Gemeinde, der Gemeinde Binz sowie dem Kurhaus Binz 2012 durch den Künstler Gunter Demnig für die vier ehemaligen jüdischen Kurhausbesitzer verlegt hatte. Anschließend beschäftigten sich die SchülerInnen mit Hilfe von Materialien mit den Schicksalen von: Adalbert Bela Kaba-Klein, Armin Reichard, Eugen Reichard und Abraham Lemo, von denen nur Adalbert Bela-Kaba-Klein und Armin Reichard den Holocaust überlebten. Das Travel Charme Kurhaus Binz stellte freundlicherweise kostenlos einen Raum für diese Arbeitsphase zur Verfügung. Abschließend gedachte die Gruppe dieser vier Opfer des Nationalsozialismus an den „Stolpersteinen“ und legte vier Rosen nieder.

 

 

Weihnachtspause

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Das PRORA-ZENTRUM geht zum Ende des Jahres in die Weihnachtspause.

Vom 22. Dezember 2017 bis zum 3. Januar 2018 sind Ausstellung und Büro geschlossen. Am 4. Januar sind wir wieder von 10.00 bis 16.00 Uhr für Sie da!

Wir wünschen Ihnen allen eine schöne Weihnachtszeit und alles Gute für das Jahr 2018!!